Performance von Fabián Aimar
am 02.05.2026 um 20h und am 03.05.2026 um 19h in der etage Bremen
„Quasi menschlich“ geht von einer einfachen, aber unbequemen Intuition aus: Vielleicht sind wir nicht so menschlich, wie wir glauben – oder vielleicht sind wir es zu sehr. Das Stück entfaltet eine Landschaft, in der Körper wie defekte Maschinen funktionieren, wie Tiere, die versuchen, sich zu benehmen, wie Menschen, die Gesten nachahmen, die sie nicht ganz verstehen. Die Choreografie oszilliert zwischen mechanischen Strukturen, Fragmentierungen des Kanons, rhythmischen Verschiebungen und Ausbrüchen von viszeralem Impuls.
Sechs Performende durchlaufen „Proben, um menschlich zu sein“: Sie versuchen, sich zu synchronisieren – und scheitern; sie suchen die Norm – und verändern sie; sie imitieren das Soziale – und lassen doch das Instinktive entweichen. In dieser Spannung — zwischen Kultur und Trieb, zwischen Form und Fraktur — entsteht ein Terrain, in dem das Menschliche kein Ideal mehr ist, sondern ein lebendiger Widerspruch.
„Quasi menschlich“ ist ein Porträt dieser unvollkommenen Menschlichkeit: Körper, die sich in ihren Fehlern öffnen, ihre Defekte offenlegen, sich halten und wieder zerfallen. Eine Feier des Unvollständigen, des Schiefen, dessen, was nie ganz passt. Denn was uns menschlich macht, ist nicht die Perfektion, sondern der Riss.
Uraufführung: Samstag, 2. Mai 2026, 20 Uhr
Weitere Vorstellung: Sonntag, 3. Mai 2026, 19 Uhr
Dramaturgie und Regie: Fabián Aimar
Mit Zoe Akkermann, Doris Geist, Günther Grollitsch, Helen Hannak, Andreya Pandara, Antonio Papazis
Ort: Etage Bremen, Herdentorsteinweg 37, 28195 Bremen
Tickets an der Abendkasse: 14 Euro (ermäßigt 9 Euro)
Reservierung unter: anmeldung@prodart.org
in Kooperation mit etage° Tanz und Bewegung
